Nordäthiopien

28.04.2015 - 19.05.2015

Simien Mountains

Nach den ruhigen, entspannenden Tagen am Tanasee kehren wir in die Stadt Gondar zurück, um dort eine mehrtägige Trekkingtour in den Nationalpark „Simien Mountains“ vorzubereiten. Am einfachsten wäre es, sich einer der angebotenen Touren anzuschließen. Dies ist jedoch ziemlich teuer und man muss sich an den vorgegebenen Zeitplan halten. Das können wir doch auch selbst organisieren! In kleinen Geschäften und auf dem Markt kaufen wir Lebensmittel und Packsäcke für die Mulis ein. Dies ist schon eine logistische Herausforderung, denn neben uns müssen wir den obligatorischen Scout, einen Eseltreiber und Girma unseren Führer verköstigen. Girma, den jungen Äthiopier haben wir hier in Gondar kennengelernt. Zu ihm haben wir mittlerweile Vertrauen aufgebaut. Für wenig Geld hilft er uns bei den Vorbereitungen und bietet uns an, uns auch auf der Trekkingtour zu begleiten:

>>Ich kann Euch übersetzen, helfe beim Kochen, kann Gepäck tragen. Bezahlen müsst ihr mir nicht viel.<<

Warum nicht? Nach einigen Verhandlungen werden wir uns einig.

>>Ok Girma, Du bist mit dabei.<<

Am nächsten Tag fahren wir zu dritt in das 2.900m hoch gelegene Dorf Debark, wo sich das Nationalparkbüro befindet. Wir bezahlen und kriegen daraufhin einen Scout zugeteilt. Der kleine, etwa vierzigjährige Mann nimmt sein Schnellfeuergewehr und steigt nach einem kurzen Gruß zu uns ins Auto. Zu viert rumpeln wir mit Benito auf einer Piste durch landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet an die Nationalparkgrenze. Auch im Park siedeln Leute, die ihr Vieh auf den Wiesen weiden.

Es ist um diese Jahreszeit ein wenig diesig, trotzdem begeistern uns spektakuläre Tafelberge und steile Abgründe. Dann taucht die erste Gruppe Dscheladas auf. Diese Pavianart ernährt sich nur von Gräsern und Wurzeln. Eine ganze Weile beobachten wir die friedlichen Tiere beim Fressen. Die Dscheladas ignorieren uns völlig, bis auf wenige Zentimeter kommen wir an sie heran. Girma und der Scout lächeln über unsere Begeisterung, sie wollen weiter fahren.

>>Ihr werdet weiter drinnen im Park noch viele Dscheladas sehen<<

Unser heutiges Ziel ist das Sankober Camp, wo wir auf einer großen Wiese einen schönen Stellplatz finden. Unsere Begleiter können die Nacht in einer Hütte verbringen. Zusammen besprechen wir nochmals unseren Plan: Wir parken morgen Benito sicher bei der Ranger Station, organisieren einen Maulesel samt Treiber und starten dann unsere Trekkingtour.

Da wir uns nun auf über 3400m befinden, wird es gegen Abend recht frisch. Unser Scout bewacht uns frierend unter seinen dünnen Decke. Mitleidig geben wir ihm unsere Feuerdecke. Dies wird noch Folgen haben, doch dazu später mehr. Silvia kocht Eintopf in der Bordküche, den wir draußen zusammen mit Girma essen. Danach entzünden wir ein Lagerfeuer, an das später noch zwei südafrikanische Overlander kommen.


Simien Mountains

Sankober Camp

Dschelada Paviane

Girma und der Scout

>>Ich bin erkältet, kann nicht zum Trekken.<<

Hustend weckt mich Sivlia mit diesen Worten. Schade, aber da kann man nichts machen. Ich beauftrage Girma die Suche nach dem Maultier abblasen. Statt dessen arbeiten wir nun ein Alternativprogramm aus: Heute bleiben wir noch hier und erst morgen fahren wir weiter ins Chennek Camp. Beide Plätze bieten genügend Möglichkeiten für Tagestouren.

So wandern wir zu einem Wasserfall. Der ist zwar zu dieser Jahreszeit nicht besonderes spektakulär, doch die Aussicht an den Abbruchkanten ist einfach genial. Geier schrauben sich in der Thermik in den Himmel.

Ohne Silvia, die doch recht mit der Erkältung zu kämpfen hat, unternehme ich am nächsten Tag eine anstrengende Wanderung auf den 3920m hohen Aussichtspunkt Imet Gogo. Inmitten von Riesenlobelien hat man von hier wohl den besten Rundblick im Park. Ich nehme mir viel Zeit die Dschelada Paviane zu beobachten und zu filmen. Als störend empfinde ich es, dass so viel Vieh im Park weidet und an machen Stellen sogar Ackerbau betrieben wird. Während ich wandere, ist Silvia bei einer netten Rangerfamilie zum Kaffee eingeladen.

Mittlerweile haben wir uns an Girma und den Scout gewöhnt. Ich denke die Beiden sind froh, dass es mit der Trekkingtour nicht geklappt hat. So bekommen sie jeden Tag warmes Essen aus dem Wohnmobil, das sie mit großem Appetit verzehren und können mit ihren Kumpels in der Hütte schlafen.

Am letzten Tag besteige ich zusammen mit dem Scout auf den 4430m hohen Ras Bwahit. Mittlerweile habe ich mich akklimatisiert, so dass ich mit der dünnen Luft hier oben gut zurechtkomme. Unglaublich: Oben am Gipfel verkauft ein findiger Äthiopier Fanta. Er entschuldigt sich, dass das Bier gerade aus ist. Beim Abstieg können wir neben den Dscheladas auch eine Herde des Äthiopischen Steinbocks zwischen den Riesenlobelien entdecken.


Ras Bwahit: Am Gipfel …

… mit Weitblick

Auf bekannter Piste verlassen wir den Nationalpark und verabschieden uns von Girma und dem Scout. Der Scout hat eine Erinnerung zurückgelassen: Seit einigen Tagen juckt es überall, obwohl kaum Moskitos fliegen. Wir werden uns doch keine Flöhe oder Wanzen eingefangen haben? Vorsichtig nehmen wir die Feuerdecke, welche wir dem Scout geliehen haben aus dem Kofferraum und breiten sie aus. Da sehen wir auch schon die schwarzen Punkte, die sich bei näherem Hinsehen als Wanzen, Läuse und Flöhe entpuppen (allerdings alle tot). Was uns in der Nacht traktiert können wir nicht feststellen, wir sehen keine Tierchen, sondern nur die Bisse! Diese werden mit den Tagen dann weniger, vielleicht erledigt sich die Sache ja von selbst oder durch unser mit Insektizid getränktes Moskitonetz.

Äthiopische Kaffeezeremonie

Zum ersten Mal erleben wir die äthiopische Kaffeezeremonie als wir bei Girma zu Hause eingeladen waren. Seine Familie wohnt in einem einfachen Haus mit nur einem Wohnraum. Der Boden besteht aus Lehm. Trotzdem ist die Hütte nett eingerichtet, es gibt ein Telefon, eine Couchgarnitur und sogar einen Fernseher. Girmas Schwester sitzt am Boden und reinigt eine Handvoll rohe Kaffeebohnen. Diese werden dann in einer Pfanne auf einem Holzkohleöfchen geröstet. Aromatischer Rauch stiegt auf, jeder darf daran riechen. Nach dem Rösten werden die Bohnen mit einem Mörser fein gemahlen und in eine Kanne gekippt. Nun kommt Wasser dazu und das Ganze wird auf dem Öfchen aufgekocht. Währenddessen holt Girma frische Zweige, die er auf dem Boden verteilt. Nun kommt noch ein Stück Weihrauch in die Glut und der fertige Kaffee wird in kleine Tassen geschenkt. Schmeckte unvergleichlich! Der Kaffee wird nun noch zwei mal aufgegossen und ausgeschenkt, wobei die Stärke mit jeder Tasse abnimmt. Nach über einer Stunde ist die Zeremonie zu Ende.

Mehrfach werden wir zu dieser einzigartigen Zeremonie eingeladen, jedes mal schmeckt der Kaffee super. Es gibt in jedem Dorf mindestens ein Kaffeehaus, wo der Kaffee auf diese Art zubereitet wird.

Die Stelen von Axum

Die Fahrt von Debark nach Axum ist spektakulär. Die (meist gute) Piste führt vom Hochland immer tiefer. Lange sehen wir rechterhand noch die bizarren Felsformationen der Simien Mountains. Im Verlauf wird es immer trockener und heißer. Am Tekeze Fluss, der im Sudan in den Nil mündet, wachsen Baobabs und Weihrauchbäume auf 900m. Von hier windet sich die Piste dann wieder hinauf ins Hochland auf über 2000m, wo wir auf eine Asphaltstraße treffen. Axum ist nicht mehr weit. Im Hotel Khaleb finden wir einen schönen Stellplatz in einem Gartenrestaurant. Jetzt ist es Zeit für ein Bier und eine der original italienisch schmeckenden Pizzen, die hier im Holzofen zubereitet werden.


Baobab am Tekeze Fluss

Stelenpark in Axum

Auch in Axum können wir uns weitgehend unbelästigt bewegen. Die Stadt wirkt recht beschaulich, neben Eseln dienen hier auch Kamele als Lasttiere. Die Wüsten von Eritrea sind hier, ganz im Norden von Äthiopien, eben nicht weit. Die touristischen Hauptattraktionen von Axum sind aber antike Paläste, orthodoxen Kirchen und zahlreiche Stelen. Stelen sind so eine Art Grabsteine, die es von ganz klein bis hin zu 20m Höhe gibt (die mit 33m ist schon beim Aufstellen zerbrochen). Für die Besichtigung all dieser Sehenswürdigkeiten leisten wir uns einen der offiziellen Führer. Der ist ziemlich teuer und erzählt eigentlich auch nur, was in unserem Reiseführer steht. Ärgerlich: Er handelt bei einem Tuk-Tuk(Dreiradtaxi)-Fahrer einen zehnfach überhöhten Preis für uns aus. Doch wir kennen ja mittlerweile die Preise und finden schnell einen Fahrer, der uns zum normalen Tarif befördert.

Ein ursprüngliches Dorf

Im Hotel treffen wir zwei Amerikaner, die in einem Dort unweit von Axum als Volunteers arbeiten. Sean, einer der beiden, lädt uns ein ihn zu besuchen. Wir nehmen die Einladung an, das ist DIE Gelegenheit ein ursprüngliches Dorf kennenzulernen. Ein paar Tage später stehen wir im von Axum 30 km entfernten Dorf Maye Timket. Neugierige Kinder und Erwachsene eilen heran.

>>Wir möchten den Amerikaner Sean besuchen. Wo wohnt der?<<

Erst versteht man mich nicht, doch dann winkt ein Mann. Ich folge ihm. Vorbei an einfachen Hütten, vor denen Ochs und Esel liegen, bringt er mich zu einem Lehmhaus. Hier hat Sean sein Zimmer. Nach der Begrüßung gilt es erst mal einen Stellplatz für Benito zu finden. Sean fragt bei der „Klinik“, die sich in einem eingezäunten Gelände befindet.

>>Kein Problem, hier könnt ihr bleiben. Wenn ihr wollt, zeigen man euch später die Gesundheitsstation<<

 


Dorf Maye Timpket

Stellplatz „Klinik“

Nachdem die Frage des Übernachtens geklärt ist, führt uns Sean durch das Dorf. Wir besichtigen das „Farmer Beratungszentrum“, das Kaffee mit seinen fünf Sitzplätzen, die Dorfkneipe. Überall werden wir freundlich empfangen, man freut sich, dass wir hier sind. Spontan entschließen wir uns, einen Tag länger zu bleiben. Bald kennen wir den Wirt der Kneipe, den Sanitäter, den Lehrer. Viele unserer Fragen zum äthiopischen Leben werden hier beantwortet. Stolz ist man auf die Krankenstation, in der es kostenlos für die Frauen Beratung, Verhütungsmittel und auch Abtreibungen gibt.

Sean arbeitet für die amerikanische Organisation „Peace Corps“. Seit ein paar Monaten ist er im Dorf und ganz auf sich gestellt.

>>Ich muss mir hier erst noch eine Aufgabe suchen. Vielleicht mache ich etwas mit Eco-Tourismus oder ich versuche in der Schule Englisch zu lehren. Im Moment teste ich, ob meine mitgebrachten Gemüsesamen in Plastikflaschen keimen.<<

Wir haben Respekt vor dem Enthusiasmus des jungen Amerikaners, der noch zwei Jahre im Dorf bleiben will. Ohne Kühlschrank, ohne Fernseher, ohne fließendes Wasser. Immerhin gibt es (manchmal) Strom, Internet und Geschäfte, in denen man Basislebensmittel kaufen kann. Auch die Einheimischen wissen nicht so recht, was der Amerikaner bei ihnen soll. Sie fragen uns, ob wir es vielleicht wissen.


Einladung zum Injeera mit Sean

Mit dem Lehrer in der Dorfkneipe

 

Einladung in Adigrat

Die kurvige Landstraße von Axum von Adigrat verläuft unweit der Grenze zu Eritrea. Es sind nur wenige Fahrzeuge unterwegs, vor allem auf den Pässen ist der Blick auf die Gebirgslandschaft (wieder mal) genial. Unser Ziel ist die kleine Stadt Adigrat, die normalerweise von Touristen links liegengelassen wird, da sie keine besonderen Sehenswürdigkeiten hat. Über das Internet haben uns Juliane und Mischa einen Kontakt zu ihrem Freund Desta hergestellt, der Dozent an der Uni ist. Desta holt uns am Busbahnhof ab und führt uns zur „Afrika Foundation“, einem Kindergarten, bei dem er ehrenamtlich tätig ist.

>>Hier könnt ihr parken, das Gelände ist bewacht, Wasser und Toiletten sind auch da. Danach steigt ihr zu mir ins Auto, ich lade Euch in mein Haus zum Mittagessen ein.<<

 


Stellplatz …

… „Kindergarten“

Toll, schon wieder eine nette Begegnung. Vor unserer Einreise nach Äthiopien hatten wir Angst gehabt, dass wir mit den Leuten nicht zurechtkommen. Fast alle Reisenden berichteten von überwiegend negativen Erfahrungen wie steinewerfenden und bettelnden Kindern. Wir können dies bisher absolut nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil, fast nirgends sind wir so oft eingeladen worden. Klar, ein bisschen vorsichtig muss man schon sein, damit man nicht übers Ohr gehauen wird, aber das ist kein Problem.

Bei Desta im Haus sitzen wir in einer großer Runde. Frau und Kind, Schwestern, Nichten, Brüder. Alle sind am Samstag zusammengekommen. Man verwöhnt uns mit äthiopischen Spezialitäten. Wir verbringen eine ruhige Nacht im Kindergarten und werden am nächsten Vormittag von Desta abgeholt, der uns das Dorf in den Bergen zeigen will, in dem er geboren wurde. Mit einem Toyota Hilux verlassen wir die Asphaltstrasse, Destas Dorf ist nur über eine Erdstraße und zu Fuß erreichbar. Es beginnt zu regnen (wie schon gestern), der Lehm weicht auf, es dauert nicht lange, da stecken wir fest. Bei nun strömenden Regen schaufeln wir und legen Steine. Zwei Jungs sind uns dabei behilflich. Nach einer halben Stunde sind wir wieder frei, entschließen uns aber zur Umkehr.


Besuch in Destas Dorf heute unmöglich

Desta im Womo

Dank der Gastfreundschaft von Desta bleiben wir länger in Adigrat. Jeden Tag kommt uns ein Kollege von Desta besuchen. Immer bringt er Leute aus der Uni mit, die im „Dienste der Wissenschaft“ unser Wohnmobil besichtigen wollen. Im Gegenzug besichtigen wir die Uni, ein riesiges Gelände mit vielen, schnell hochgezogenen Betonbauten. Das Studentenleben besteht hier überwiegend aus Lernen. Es gibt so gut wie keine Kneipen in Adigrat und selbst wenn es welche gäbe, dann würde das Geld für einen Besuch fehlen. Die Familien bringen schließlich große Opfer, damit sie jemand aus ihren Reihen auf die Uni schicken können. Erstaunlicherweise studieren hier sogar mehr Frauen als Männer.


Uni Adigrat …

… der Lesesaal

Bevor wir uns von Desta verabschieden, lassen wir noch eine kleine Spende in einem Kuvert für den Kindergarten zurück. Wir konnten uns ja selbst davon überzeugen, wie gut die Kinder der alleinstehenden Mütter hier betreut werden.

>>Vielen Dank Desta, dass wir hier sein durften und Du uns so viel von deiner Stadt und deinem Leben gezeigt hast!<<

Lalibela

Auch auf der Fahrt von Adigrat nach Lalibela jagt ein landschaftliches Highlight das nächste.
Wir unternehmen eine abenteuerliche Wanderung zu einer der vielen Felsenkirchen. Am Ausgangspunkt bietet uns ein Guide seine Hilfe an. Wer lehnen ab, schließlich haben wir ja einen GPS-Track. Doch bald bereuen wir diese Entscheidung, denn nach dem Aufstieg über einen gut sichtbaren Pfad stehen wir nun vor einer Felswand, in der wir uns kaum mehr orientieren können. Das GPS hilft hier nicht viel. Wir vergießen einigen Schweiß bis wir oben am Plateau vor der kleinen Kirche Maryam Korkor stehen. Ein Priester zeigt uns die Malereien und führt uns zu einer weiteren Kapelle. Der Weg dorthin ist atemberaubend. Auf einem schmalen Band geht es direkt über den steilen Abgrund. Unter uns liegt eine weite Ebene, in der Benito als kleiner, weißer Punkt zu erkennen ist.


Mönch in Maryam Korkor

weiter Blick vom Kloster

Nach einer Übernachtung in der Stadt Mekele fahren wir 300 km Piste bis nach Lalibela. Der Lohn für den Staub und das Gerüttle sind tolle Landschaften und flüchtige Einblicke in das dörfliche Leben. Es wird mit Ochsengespannen gepflügt, Esel schleppen Lasten, Frauen tragen Holz auf dem Kopf. Szenen wie vor tausend Jahren.

Lalibela ist DAS kulturelle Highlight in Äthiopien. Hier gibt es einzigartige Kirchen, die tief in riesige Felsblöcke eingeschlagen wurden. Diese Einzigartigkeit muss man aber auch teuer bezahlen: 50$ pro Person kostet ein Ticket. Dazu kommt dann noch ein Führer. Diesen können wir aber mit Matthias dem Unimogfahrer aus Tegernsee (getroffen bei Tim umd Kim) sowie Sabine und Thomas (abseitsreisen.de) teilen. Am Ende fragt man sich: War es den hohen Preis wert? Wir finden absolut ja.

Am Sonntag Morgen ab sechs Uhr finden in diesen orthodoxen Kirchen Andachten statt. Gläubige mit weißen Umhängen eilen aus allen Richtungen herbei. Zahlreiche Priester stehen innerhalb und außerhalb der Kirchen. Leiser Singsang ertönt, gelegentlich hört man Trommeln. Mit großem Ernst lesen Männer in der Bibel. Priester segnen mit Kreuzen die Gläubigen. Sehr beeindruckend. Viel Lebensfreude strahlt diese Religion aber nicht aus, sie ist eine ernste, archaische Angelegenheit.


Stellplatz Hotel Tukol

Felsenkirche am Sonntag

Eine Woche bleiben wir in Lalibela, was auch an der netten Gesellschaft der anderen Traveller liegt. Im schönen Garten des Hotel Tukul haben unsere drei großen Fahrzeuge ausreichend Platz. Ungestört können wir die Campingmöbel auspacken, ratschen, Wäsche waschen. Gerade Sabine und Thomas, die aus dem Süden kommen, haben viele Tipps für uns.
Von ihnen erfahren wir auch, dass es in den äthiopischen Lokalen teilweise unterschiedliche Preise gibt, je nachdem ob die Karte in amharisch oder englisch ist. Wenn man aber nach dem Abesha=Einheimischen-Preis fragt, wird einem dieser meist problemlos eingeräumt.

 

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