home Welterfahrung Vor der Reise Eine Vision verwirklichen

Eine Vision verwirklichen

2009 - 2010

Die Vision auf Weltreise zu gehen, wird zu einem konkreten Plan

„Lass uns wieder auf Reisen gehen, schon nächstes Jahr“

Wieder einmal fällt der Entschluss am Küchentisch beim Abendessen. Silvias spontaner Vorschlag nur noch ein Jahr zu arbeiten löst bei mir Freude und Erleichterung aus. Sie will auch! Endlich ein Zeitpunkt, der greifbar ist!
So in etwa verabschieden sich unsere Freunde, wenn zu einer Fernreise aufbrechen:

>>Wir verbringen diesen Winter in Marokko<<

>>Bald geht’s zurück nach Südamerika<<

>>Wenn es in Afrika nur nicht so heiß wäre<<

 Wenn sie dann unseren Neid bemerken, versuchen sie zu trösten:

>>Bei euch ist es ja auch in paar Jahren wieder so weit, bis dahin schicken wir unsere Reiseberichte<<

Mindestens für fünf Jahre wollten wir eigentlich in Deutschland arbeiten und sparsam leben. Erst dann sollte es, ohne Zeitbegrenzung, wieder „auf Tour“ gehen. Diesen Zeitraum hatten wir schon mehrfach verkürzt, doch jetzt ist es konkret: Der Start in das „neue Leben“ wird im Frühjahr 2010 stattfinden, zwei Jahre früher als geplant.

Die Skepsis überwiegt

Die Ankündigung unserer zweijährigen Amerikareise hat bei Freunden, Kollegen und unseren Familien zwar einiges Aufsehen erregt, aber meist sind wir auf positive Reaktionen getroffen.
Aber nun das: Endgültig das Arbeiten aufhören, ohne Limit reisen, alles aufgeben?
Diesmal blicken wir meist in skeptische, stirnrunzelnde Gesichter. So richtig versteht das wohl niemand. Wie könnt ihr das finanzieren? Fehlt euch da nicht die Bestätigung im Berufsleben? Ihr könnt doch nicht das schöne Haus verkaufen! Wie stellt ihr euch das nur vor?

Wie stellen wir uns das alles vor?

Ganz knapp gesagt:
Wir werden unsere Jobs kündigen, das Haus verkaufen und dann irgendwo wohnen, wo es schön und günstig ist. Von dieser Basis aus werden wir vor allem Reisen in alle Welt unternehmen.

Ein wenig detaillierter:
Als „Dinks“ (Double Income, No Kids) mit gut bezahlten Jobs, führten wir ein meist einfaches Leben ohne viel Luxus. Da wir zudem ein wenig geerbt haben und ein glückliches Händchen bei der Kapitalanlage hatten, begannen wir zu rechnen. Das Ergebnis: Finanzkrise (wir schreiben das Jahr 2009) hin oder her, das Ersparte sollte reichen, um auch ohne berufliche Tätigkeit leben zu können (den Ausdruck Rente mit 50 will ich vermeiden). Bietet sich jedoch die Gelegenheit für einen Job (z. B. auf einer Gästefarm in Afrika), so werden wir diese wahrnehmen. Aber eben ohne Zwang.

Auf unserer Reise „Mit dem eigenen Wohnmobil durch Amerika“ haben wir viele Erfahrungen gesammelt. Diese Art zu reisen entspricht uns, so wollen wir auch künftig unterwegs sein. Aber wir haben auch erkannt, dass wir nicht ohne Pause unterwegs sein können. Irgendwann ereilt uns eine gewisse Reisemüdigkeit und dann wird es Zeit Erlebtes zu verarbeiten. Deshalb wollen wir eine Basis, hier in Deutschland, haben. Der Bayerische Wald ist eine landschaftlich schöne Gegend, nahe an unseren Wurzeln. Ein Stück Heimat, wo es sich obendrein günstig leben lässt. Deshalb verkaufen wir unser Haus in München und ziehen dorthin um.

Die Basis für unterwegs ist unser bewährtes Expeditionsmobil „Benito“. Mit ihm soll es in Etappen um die ganze Welt gehen. Sehr langsam werden wir unterwegs sein, immer wieder auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Kanu.

Auch weiterhin wollen wir möglichst professionelle Reportagen von unseren Reisen erstellen und diese  verkaufen. Das bedeutet viel Arbeit, sowohl unterwegs beim Fotografieren und Filmen als auch später im „Studio“.

Langweilig, wie manche unserer Freunde befürchten, wird uns ganz sicher nicht.

So soll alles anfangen

Lange haben wir überlegt, wie wir den Übergang vom Arbeitsleben in die Welterfahrung gestalten sollen. Der Eintritt in das neue Leben soll bewusst und ohne Hektik erfolgen. Wir wollen Zeit zum Nachdenken über Vergangenes und Muße für zukünftige Pläne haben. Viele Menschen unternehmen am Beginn solch neuer Lebensphasen eine Wallfahrt, oft nach Santiago de Compostella. Das haben wir auch überlegt, uns dann aber für eine Reise entlang zweier Flüsse entschieden: Mit den Fahrrädern soll es vom Isarursprung zum Schwarzen Meer gehen.

Nach dieser zwei- bis dreimonatigen „Ouvertüre“  wollen wir uns in der neuen Heimat, dem Bayerischen Wald, ein wenig einleben.

Eine Reise in den Wintermonaten durch Westeuropa und nach Nordafrika soll dann auch dazu dienen, die Pläne für die nächste große Expedition konkreter werden zu lassen. Vermutlich wird uns die durch Afrika führen.

So, nur noch wenige Wochen, dann geht es los. Die Vorfreude ist jedenfalls jetzt schon da!

Mehr...

Route, Länder, Karte zur Etappe »Vor der Reise

Reiseberichte zur Etappe: Vor der Reise


2007 - 2009
Rückblick


Zurück von der Panamericana befinden wir uns im ‚richtigen‘ Leben, doch dann entsteht eine neue Idee.


2009 - 2010
Eine Vision verwirklichen


Am Küchentisch fällt der Entschluss: Schon nächstes Jahr wollen wir wieder auf Reise gehen. Eine Vision beginnt konkret zu werden.


Oktober 2009 - März 2010
Die letzten Monate vor der Weltreise


Der Countdown läuft. Die letzten Monate vor der Weltreise. Kurz bevor es los geht kommt alles ganz anders.


März 2010 - September 2010
Unerwarteter Schicksalsschlag


Nur noch drei Tage arbeiten! Dann ereilt uns ein Schicksalsschlag, der alles in Frage stellt.