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Saudi-Arabien

Zeit:
Februar 2015

Stand:
Februar 2015 / Juli 2017      1€ = 4,1 SAR

Fortbewegung:
Wohnmobil

Wikipedia:
Saudi-Arabien

Informationen zu Saudi-Arabien

Allgemeines und Fazit

Da wir nur 3 Tage Zeit hatten, das Land zu durchqueren, können wir nur unsere ersten Eindrücke schildern: sehr schöne Landschaften, teils schlechte Straßen, viel Müll, aggressive Autofahrer.
Nach den Emiraten wirkt alles ärmlich und dreckig, von den Fahrzeugen und Häusern eher wie der Iran.
Die Grenzbeamten sind teils locker und sehr freundlich, teils verhalten sie sich faschistisch. Weniger uns gegenüber als zu den Gastarbeitern.
Riad ist hässlich, Jeddah wirkt netter, wenn auch etwas heruntergekommen.

Visum, Einreise, Ausreise, Versicherungen

Nachdem wir es im Oman vergeblich versucht haben ein Saudi-Arabien-Visum zu bekommen, treffen wir In Dubai eine französische Familie, die in der dortigen Saudi-Botschaft gleich wieder weggeschickt wurden.
Sie fahren nach Abu Dhabi und bekommen dort zur Überraschung aller die Saudi-Visa(3 Tage Transit, 30 Tage gültig bis Einreise) Richtung Jordanien innerhalb nur 2 Arbeitstagen.

So versuchen wir es auch:
Zuerst machen wir einen Termin für die Abgabe der Unterlagen für den nächsten Tag bei der Agentur VFSTasheel (https://www.vfstasheel.com/VFSTasheel/). Man muss alles Mögliche eingeben wie persönlichen Daten, Passnummer, etc. Man wird auch nach einem Sponsor gefragt, dort machen wir Dummyeingaben.

Am nächsten Tag um 9 Uhr sind wir in der Agentur (N24° 31.148 E054° 22.264) mit folgenden Unterlagen:
je 2 Pässe (einer mit Sudanvisum (wichtige Voraussetzung), einer mit Einreisestempel Emirate),
Fahrzeugschein (national),
Führerschein (national),
Carnet,
Auszug Familienbuch (wegen verheiratet),
ein Blatt an den Konsul mit dem Zweck und Ziel unserer Reise und der Bitte um Genehmigung,
je ein Passbild (Kopftuch nicht notwendig).

Die Agentur wirkt sehr professionell, man überlegt bei manchen Feldern wie Beruf sogar, was wohl das beste ist, scannt und kopiert alles.
Wir zahlen 480 DH (= 120 €) (450 für die Visa, Rest für die Kopien), cash or creditcard.
Es werden elektronische Fingerabdrücke und Bilder genommen.
Nach 1.5 Stunden sind wir fertig. Vielleicht wegen dem dazwischenliegenden Wochenende dauert bei uns die Bearbeitung in der Botschaft 2 Arbeitstage, sodass wir das Visum (3 Tage Transit, 14 Tage gültig) erst am übernächsten Arbeitstag nach der Abgabe abends um 1/2 6 abholen können.

Der ganze Ablauf scheint neu zu sein, den Franzosen hat man gesagt, sie wären die Vierten, bei denen so verfahren wurde.

Anmerkung: das Zielland steht auf arabisch auf dem Visum. Die Franzosen haben Jordanien angegeben, aber ihnen wurde erlaubt, in Dibba das Schiff nach Hugharda(in Ägypten) zu nehmen. Weil das Schiff wegen Sturm ausfiel, haben sie die 3 Tage auch um 2 Tage überzogen ohne Probleme.

Fazit: 2015 gab es das Saudi-Visum unkompliziert und schnell in Abu Dhabi, aber nicht in Muskat (Oman) oder Dubai.
2016 hat es lt. mehrerer Berichte wieder keine Transit-Visa in Abu Dhabi gegeben.

 
Die Einreise an der Grenze zu Abu Dhabi war sehr freundlich bei der Personeneinreise (am Schalter, vom Auto aus, in 3 Minuten) und etwas eigenartig für das Fahrzeug. Man hat kurz reingeschaut, während Emiratis schon alles auspacken mussten. Das Carnet hat man nur sehr widerwillig oben abgestempelt und der untere Teil im Carnet belassen. Weil noch ein Gebet dazwischengekommen ist, hat es ca. 1,5 Stunden gedauert.

 
Die Ausreise mit der Fähre gestaltet sich angenehm einfach. Man stellt das Fahrzeug in den Hafen, lässt den Schlüssel beim Wächter und das Carnet im Fahrzeug liegen. Das Carnet zwar leider nicht ausgestempelt, aber da man es ja auch nicht richtig eingestempelt hat, nicht so schlimm. Das Fahrzeug wird aufs Schiff gefahren.

Die Personenausreise erfolgt ein einer Halle ähnlich wie am Flughafen und war problemlos in 3 Minuten erledigt.

 
Gleich an der Grenze kann man an einem Schalter eine Versicherung fürs Fahrzeug abschliessen. 90.- Rial für eine Woche zahlbar auch in VAE Dirham.

Land und Leute, Straßenzustand, Sprachen

Wegen des kurzen Aufenthalts kann man kein wirkliches Urteil über Land und Leute abgeben. An der Grenze und im Schiffahrts konnte man sich mit Englisch verständigen, die Tankstellenmitarbeiter sprechen auch soweit Englisch, sonst haben wir nichts gebraucht.

Die Strecke ist größtenteils 4-spurig oder 6-spurig, aber mit teilweise sehr schlechtem Belag auf der rechten Spur. Es gibt keine großräumige Umfahrung von Riad, man muss über den Ring und dort ist meist wohl Stau.
Vor Mekka geht es südlich in die Berge, dort eigentlich für LKW gesperrt, weil eine steile Passstraße nach unten führt, ist aber unproblematisch zu fahren. Die Umfahrung von Mekka ist zweispurig, aber gut. Die Einfahrt nach Jeddah ist von Süden her einfach.
Die Schilder sind meist auch auf englisch, aber Jeddah ist nicht durchgängig ausgeschildert.

Stellplätze, Karten, Reiseinfos

Wir haben einmal an einer großen Tankstelle (sasco Palm) hinter Riad übernachtet (N24° 08.038 E045° 23.496), die Motel und einen großen freien Platz weit weg von der Autobahn hatte. Von der Art gibt es mehrere auf der Strecke. Auf der Umfahrung von Mekka haben wir ohne Probleme frei übernachtet. Wenn man das nicht möchte, es gibt auch noch eine große Tankstelle kurz vor der Autobahn (N21° 19.934 E039° 37.852).
Wie der ioverlander.com gepflegt ist, können wir nicht sagen, da wir ihn da noch nicht benutzt haben.

Alle Infos zu Übernachtungsplätzen, POIs und gefahrener Strecke für die gesamte Etappe ‚Vorderer Orient‘ findet ihr hier.

Als Karte haben wir nur OSM und die grobe Michelinkarte benutzt.

Als Info haben wir den Reisebericht von Shumbas verwendet.

Geld, Essen und Einkaufen

Gleich hinter der Grenze gibt es einen Geldautomaten. Man nimmt aber auch VAE Dirham 1:1.
In Jeddah haben wir das Geld für die Fähre auch am Automaten geholt.

Zum Essen und Einkaufen hatten wir keine Zeit. Nur ein kleiner Bummel durch den recht interessanten Souk von Jeddah war drin.

Entsorgung, Tanken

Gleich nach der Grenze gibt es 2 Tankstellen, dann erst wieder nach 200km. Auf der weiteren Strecke gibt es in regelmässigen Abständen Tankstellen. Die letzte Tankstelle von Jeddah ist bei: N21° 25.479 E039° 18.944. Der Liter kostete zwischen 6 und 8 Euro-Cent.

Für die Entsorgung gibt es reichlich Möglichkeiten in der Wüste bei diversen Müllkippen o.ä.

Internet und Telefon

Wir konnten mit dem Aldi-Prepaid-Handy SMS senden und empfangen. Angerufen konnten wir auch werden, aber raus telefonieren hat nicht geklappt.

Sonstiges

Über die notwendige Kleidung für Saudi-Arabien habe ich im Vorfeld unterschiedliches gehört. Ich habe mich für eine einfache, schwarze Abaya (bodenlanges Kleid mit langen Ärmeln) entschieden, die ich für 20€ mit Kopftuch im Lulu-Kaufhaus in Abu Dhabi erworben habe. Ist relativ luftig, weil man ja nicht viel drunter anziehen muss. In Jeddah habe ich einige nicht arabische Frauen sogar ohne Kopftuch (aber mit Abaya). Man muss also die Haare nicht komplett verbergen als Touristin.
Als Mann ist lange Hose Pflicht.


Praktisches zur Etappe


Übernachtungen und Tracks - Vorderer Orient


Alle Infos zu Übernachtungsplätzen, POIs und gefahrener Strecke für die gesamte Etappe ‚Vorderer Orient‘: Griechenland, Iran, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Saudi-Arabien.

Berichte


09.02.2015 - 14.02.2015
VAE - Transit Saudi-Arabien


Nach der Fortsetzung des Visakrimis geht’s im Transit durch Saudi-Arabien, wo am Roten Meer die Etappe Vorderer Orient endet.

Bilder


November 2014 - Februar 2015
Video Vorderer Orient Teil 2


Wir verschiffen auf die Arabische Halbinsel, um die Vereinten Emirate und den Oman zu erkunden. Durch Saudi-Arabien geht es ans Rote Meer.  


12.02.2015 - 15.02.2015
Transit Saudi Arabien


In nur drei Tagen durchqueren wir das Land. Die schöne Wüste, der viele Müll und die aggressiven Autofahrer hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck.