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Nachts von der Polizei bestohlen


14. September 2016

Am Samstag erreichten wir am Nachmittag den Fischerort Pangane (Mosambik). Weil der im Reiseführer angegebene Campingplatz nicht mehr betrieben wurde, parkten wir mit unseren Wohnmobilen bei einem aufgelassenem Resort ca. 4 km vom Ort entfernt am wunderschönen Strand.

Nach Einbruch der Dunkelheit am folgenden Tag  kamen 5 Polizisten (zwei mit Schnellfeuergewehren bewaffnet) und wollten erst nur die Papiere kontrollieren. Sie verlangten erst ein (von ihnen erfundenes) ‚Travelpermit‘, dann dass wir uns im Polizeioffice registrieren müssen.

Mit Hilfe unserer(!) Taschenlampen wurden dann die Fahrzeuge akribisch durchsucht (angeblich nach
Drogen). Alles lief im rüden, respektlosen Kommandoton ab. Am nächsten Tag bemerkten wir, dass im dunklen Chaos ein Mobiltelefon entwendet wurde.

Wir fuhren mit den Polizisten zur Polizeistation und man nahm die Personalien und den Vorfall in ein Buch auf und wir bekamen auf unser Drängen die Pässe zurück. Die Polizisten fragten ständig nach Geldgeschenken und Bier.

Am nächsten Morgen nahm man uns die Pässe wieder ab, angeblich war nun mit dem Visum etwas nicht in Ordnung. Stundenlang passierte gar nichts, man versuchte anscheinend uns mürbe zu machen.

Wir nahmen Kontakt mit der Botschaft von Mosambik in Berlin auf, die die Immigration in Maputo verständigte. Widerwillig sprach nun die Polizei mit der Immigration und wir wurden daraufhin von zwei Polizisten in die Stadt Macomia zum Commandante eskortiert. Dort gab es erneut ein langes Verhör über die Registrierung und ob wir wirklich Touristen sind. Das war nach weiteren 2 Stunden geklärt. Direkt im Anschluss versuchte die Verkehrspolizei noch uns wegen eines angeblich abgelaufenen Führerscheins und einer Verkehrsbehinderung ca. 100 € abzunehmen.Nach weiteren 2 Stunden war auch das endlich geklärt und es wieder dunkel.

Wir konnten die Reise am folgenden Morgen fortsetzen.