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Botswana

Zeitraum:
Mai 2018

Stand:
Juni 2018 1€ = 12 Pula

Fortbewegung:
Wohnmobil

Wikipedia:
Botswana

Informationen zu Botswana

Allgemeines und Fazit

Landschaftlich ist Botswana im Norden und Westen eher fade. Flach und spärlich bewachsen. Die Tierwelt ist dafür umso spektakulärer.
Dies zieht allerdings auch viele Touristen aus aller Welt an. Die Städte Kasane und Maun sind voll auf Tourismus ausgelegt.
Die Parks sind für Individualtouristen durch das komplizierte Buchungssystem nicht ganz so einfach zu bereisen. Hat man dann aber ein Camp, so wird man mit Einsamkeit und Buschfeeling belohnt, da es keine Zäune gibt und die Camps normlerweise einzeln liegen.
In den größeren Orten bekommt man in den Supermärkten alles, die Preise sind ok, das Rindfleisch sensationell.
Die Haupt-Straßen waren meist gut, wenn auch manchmal mit Schlaglöchern. Die Pisten sind meist ausgefahren oder (tief-)sandig. Die Entfernungen zwischen den Highlights sind recht weit, dafür ist aber der Diesel der günstigste im südlichen Afrika.

Visum, Einreise, Ausreise, Anreise, Versicherungen

Die Einreise von Simbabwe bei Kazungula war unproblematisch, der Pass wird kostenlos gestempelt. Auf Wunsch bekamen wir Aufenthalt für 40 Tage.

Das Carnet wurde routiniert gestempelt. Für das Fahrzeug bezahlten wir 270 Pula (bezahlbar auch in Rand oder Kreditkarte) für unter 3.5to. Ist man schwerer, wird es teurer. Am besten so parken, dass man das Fahrzeug nicht sieht, denn den Fahrzeugschein wollte man nicht. Das Grenzdokument haben wir auch für die Gewichtsfrage bei den Parks (siehe unten) vorgezeigt. Enthalten in dem Betrag ist auch eine Fahrzeug-Versicherung.

Die zweite Einreise von Namibia bei Divundu war ähnlich, allerdings mussten wir nochmal 170 Pula für den Grenzübertritt zahlen.

Die Ausreise nach Namibia war jeweils schnell und unkomliziert.

Land und Leute, Straßenzustand, Sprachen

Die Botswaner sind nicht unfreundlich und die meisten sprechen englisch. Alles wirkt relativ sauber, organisiert und aufgeräumt. Man hat ist aber deutlich reservierter als in Simbabwe. In ländlichen Gebieten wird auch schon mal vorsichtig gebettelt.

Die Teer-Straßen, die wir gefahren sind, waren meist gut. Es gibt aber auch sehr schlechte Abschnitte mit vielen Schlaglöchern (z.B. zwischen Divundu und Maun). Die Pisten sind im allgemeinen nur langsam zu befahren und teils auch sehr sandig.

Nationalparks und Schutzgebiete

Die Parks in Botswana sind teurer als in Südafrika, aber günstiger als in Ostafrika.
Der Eintritt pro Person beträgt 120P p.P., Camping auf staatlichen Plätzen Tag 30P p.P.
Teuer sind private Campingplätze (ca. 50$ p.P.), die haben wir gemieden (bzw. sie waren eh ausgebucht).
Die staatlichen Camps sind nicht eingezäunt, haben meist ein Plumpsklo und eine Duschvorrichtung und man hat das Camp für sich alleine.
Buchungen können in den DWNP Büros in Maun oder Gabarone vorgenommen werden. Theoretisch auch per Mail oder telefonisch, das haben wir nicht probiert. Ausserdem kann man am Gate noch Restplätze buchen, sofern der Ranger das zuständige Büro telefonisch erreichen kann und dies geöffnet hat.
Bei Buchung im DWNP Büro zahlt man den Eintritt und das Camping und zeigt am Gate nur das Permit vor.

Ein Fahrzeug über 3.5to bis 7,5to kostet eigentlich ca. 1000P pro Tag. Das haben wir bei der Buchung in Maun unter Hinweis auf die (Wohnmobil über) 2,8to im Fahrzeugschein und das Zollpapier von der Einreise wegdiskutiert und dann 50P pro Tag bezahlt. Am Gate wurde das Fahrzeug dann gar nicht mehr beachtet.

Der Magkadigkadi Park beeindruckt durch seine Weite und Einsamkeit im Ost-Teil. Im Camp Tree-Island haben wir 2 Tage lang gar niemand gesehen, der letzte Camper war schon vor einer Woche da. Die Zufahrt war fest und für uns breit genug. Erst durch Busch, dann offenes Grasland und einige kleine Pfannen. Tiere hat man ausser vielen Zebras, die gerade Migration hatten, allerdings keine gesehen. Den Spuren nach gibt es aber Löwen und Elefanten.
Der West-Teil am Boteti (wo wir nicht waren) ist wohl deutlich mehr besucht, dort gibt es auch viele Elefanten. Die Fähre über den Boteti, die den Weg in die Cantral Kalahari abkürzt, ist nur für Geländewagen geeignet und kostet 15$. In der Trockenzeit kann man aber durch den Fluss fahren.

Im Central Kalahari war es nicht so einfach Camps zu bekommen. Für eine fehlende Nacht zwischen zwei Buchungen konnten wir am Gate noch einen (schönen) Platz bekommen, der nur dort vergeben wird. Die Zufahrt von Rakops (Tankstelle, Läden) ist etwas ausgewaschen, aber nicht wirklich sandig. Kurz vor dem Gate gibt es schöne Plätze zum frei stehen.
Die Strecke bis zur Kori-Pan ist ebenfalls gut zu befahren, wenn auch langsam. Der Rest der Pisten ist entweder sehr sandig und/oder schmal durch Büsche oder schwer ausgefahren. Größere Fahrzeuge als Benito sind nur bis Kori-Pan empfehlenswert, ansonsten wird man extrem verkratzt und fährt nicht mehr in der Spur.
Das alles nur wenn es trocken ist, bei Nässe sind die Pfannen wohl sehr übel, wenn man die Spuren so anschaut.
Es geht entweder durch dichten Busch über sandige Dünen oder durch Pfannen. In den Pfannen ist die Vegetation weniger dicht und man sieht Springböcke, Oryxe und Strausse, auch Giraffen haben wir mehrfach gesehen. Ein Löwe war uns vergönnt, aber leider keine Leoparden oder Geparden.
Durch die relative Abgelegenheit des Parks und die wenigen Camps ist nicht viel los, die Camps liegen weit genug auseinander, es kommt wirkliches Wildnisfeeling auf.

Der besondere Tipp: Mokoro-Tour selbst organisiert:
Wir sind in Maun zum Büro der Mokoro Community Trust (okmct.org.bw/) gegangen und haben den Trip selber organisiert. Dabei waren die Preise um ein vielfaches günstiger als bei den üblichen Veranstaltern wie z.B. maun-backpackers.com/mokoro-trips/
Wir haben für Eintritt und Camping im Büro für 3 Tage/ 2 Nächte ca. 500.-P und an den Guide/Poler mit Boot nochmal 600.-P bezahlt. Dazu noch Trinkgeld (200.-P) und Fahrzeug parken (50.-P). Das Geld geht dadurch direkt an die Leute und nicht an die Veranstalter.
Wir sind am Tag vor dem Trip nach Boro gefahren, das ca. 20km von Maun entfernt liegt. Die Piste war erst breit und gut, dann aber ziemlich sandig und nur mit Allrad zu befahren. Dort konnten wir am Bootsanleger gut über Nacht stehen (sogar Elefanten gab es zu beobachten) und haben uns am Abend noch das Dorf angeschaut und die örtliche Kneipe besucht (was man allgemein recht positiv aufgenommen hat).
Man muss bei dieser Variante allerdings die komplette Ausrüstung (Zelt, Matten, Schlafsäcke) und die Lebensmittel selber mitbringen. Der Guide macht Feuer, darauf kann man kochen. Das Wasser im Fluss war allerdings zu dieser Jahreszeit kaum zum Waschen geeignet, also auch alles Wasser mitbringen. Der Guide ist Selbstversorger, aber hat gerne was von unserem Essen angenommen.
Das Camp lag unter schattigen, niedrigen Bäumen und wir waren weit genug von anderen Camps weg. Man kann auch Pech haben und es ist ein großer Trupp Overlander in der Nähe. Bei uns war es sehr ruhig, aber beim Rausfahren sind uns ca. 50 Boote mit Leuten und Ausrüstung begegnet.
Unser Guide (Rocky) sprach gut englisch und war erfahren und ruhig.
Der Ablauf des Trips ist in der website des Backpackers oben recht gut beschrieben. Für die doch recht lange Siesta ist eine Hängematte sehr zu empfehlen und was zu lesen.

Das Highlight bei uns waren die ausgedehnten Game Walks auf denen wir viele Tiere (Zebra, Büffel, Gnu, Giraffen und Elefanten) gesehen haben. Etwas Besonderes waren auch die nahen Begegnungen im Boot mit Elefanten am Ufer, die unsere Weiterfahrt zeitweilig verhinderten.

Stellplätze, Karten, Reiseinfos

Frei übernachtet haben wir nur einmal, man kann aber öfter was finden.

OSM ist in Botswana gut gepflegt, Tracks for africa ist als Zusatzinfo sinnvoll.

Für Übernachtungsplätze und POI in Botswana ist ioverlander.com gut gepflegt und absolut empfehlenswert. Entweder Online mit Karte oder offline als app oder die Punkte vorher runterladen.

Wir haben den Botswana Reiseführer aus dem Hupe Verlag benutzt, der ist zwar sehr detailliert, aber dadurch teilweise halt auch nicht richtig.

Alle Infos zu Übernachtungsplätzen, POIs und gefahrener Strecke für die ‚Joburg – Windhuk‘ werden nachgereicht.

Geld, Essen und Einkaufen

Die Geldautomaten geben bis zu 2.500Pula (=250$) und sind in Kasane und Maun weit verbreitet. In den kleineren Orten kann es aber schwierig werden.
Die Supermärkte in den Touristenzentren in Kasane und Maun sind gut sortiert und preislich wie Namibia, aber teurer als Südafrika. Sehr gut und preiswert ist allerdings das Rindfleisch, das ist das Beste im südlichen Afrika, wenn nicht der Welt.
Essen gehen ist ähnlich wie bei uns (im Restaurant 8-10$ für ein Hauptgericht, Pizza eher 12$, aber gut).

Entsorgung, Gas, Waschen, Tanken

Diesel gibt es ausreichend und er kostet ca. 0,80$ – 0,85$. Damit ist er günstiger als in den Nachbarländern.

Entsorgt haben wir in den Toiletten oder in der Pampa.

Waschen lassen kann man in Maun recht günstig, wir haben meist mit der Hand gewaschen.

Gas mussten wir noch nicht nachfüllen.

Internet und Telefon

Die mascom-Karte war in Kasane schnell gekauft und aufgeladen, nachdem wir den Laden gefunden hatten (fast am Ortsende hinter dem Choppies Supermarkt). 1 GB hat mit Karte 15$ gekostet.
Die Abdeckung war entlang der Strassen und in den Orten ganz ok und dann auch schnell, in den Parks gab es kein Netz.

Roaming mit der Aldi-Karte hat erstaunlicherweise gar nicht funktioniert.

Sonstiges

Die Kleidung ist ziemlich westlich, die Männer tragen meist lange Hosen, die Frauen knielange Röcke oder enge, lange Hosen.
Die Temperaturen im Mai waren sehr angenehm, tags warm, abends und nachts kühl, aber noch nicht wirklich kalt.
Eine Jacke ist, besonders für morgens und abends, ist um diese Jahreszeit sehr empfehlenswert.

Trotz der guten Regenzeit waren Mücken kein Problem. Wegen der Malaria-Gefahr ist aber ein Mückenmittel und Moskitonetz unabdingbar.


Praktisches zur Etappe

Bisher noch keine Praktisches zur Etappe

Berichte


23.04.2018 - 30.05.2018
Botswana


Touristenschock in Botswana und Flucht nach Namibia. Löwen hautnah. Mit dem Boot auf mehrtägiger Okavangotour. Wilde Einsamkeit in der Kalahari.

Bilder


24.4.2018 - 27.5.2018
Botswana


In Botswana liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem Besuch von National-Parks und der Beobachtung von Tieren. Im Chobe Park vom Boot aus, im Okovango-Delta vom Kanu und zu Fuss, im Moremi bei einem klassischen Gamedrive und im Central Kalahari im eigenen Fahrzeug auf sandigen, abenteuerlichen Strecken.