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Persien und Arabien: Iran – Irak

Oktober - November 2022

Lange haben wir mit der Beantragung des Iranvisums gewartet. Die Unruhen, aufgrund des Todes einer Frau durch die Sittenpolizei, haben uns verunsichert. Auch die Aussage der Auswärtigen Amtes, dass Individualreisende verstärkt durch Verhaftungen gefährdet sind.
Aber wir wollen die Lage dann doch selber beurteilen und reisen von Armenien aus ein. Sowohl in Khoy als auch Täbriz und Qazwin bekommen wir keine Unruhen mit, aber ein ungutes Gefühl bleibt.
Leider verschärfen sich die Warnungen der deutschen Regierung, wir brechen die Rundfahrt ab und fahren direkt an die irakische Grenze.

Einreise und Khoy

Die Einreise in den Iran ist angenehm unkompliziert, nach 2,5 Stunden sind wir im Land. Im nächsten Ort können wir Geld tauschen, nur die Registrierung einer lokalen SIM Karte will nicht klappen. An einem netten Restaurant beschließen wir den Grenztag.
Auch in Khoy, der nächsten größeren Stadt will es erst nicht funktionieren, bis ein netter Iraner uns die Karten auf seinen Namen kauft und gleich noch ein passendes VPN besorgt, damit wir whatsapp nutzen können. Für eine Besichtigung des Basars von Khoy bleibt auch noch Zeit.
Es geht weiter an der Urumiya See, einem ehemals riesigen Salzsee, der inzwischen fast vollständig ausgetrocknet ist. An schönen Felsen an seinen ehemaligen Ufern finden wir einen ruhigen Stellplatz, den wir bei einer kleinen Bergtour auch von oben betrachten können.

Tabriz

Tabriz mit seinem riesigen Basar hat uns schon beim ersten Aufenthalt 2014 gut gefallen. An einem Park am Rande der Stadt steht man gut und relativ ruhig und eine U-Bahn bringt uns ins Zentrum. Dort besichtigen wir den bunten Basar, die blaue Moschee und die Frauen kleiden sich noch etwas Irankonform ein.

Soltaniye und Qazwin

Das beeindruckende Mausoleum von Soltaniye ist den kurzen Abstecher von der Autobahn wert und liegt günstig zwischen Täbriz und Qazwin.
In Qazwin ist die schön renovierte Karawanserei mit geschmackvollen Geschäften und netten Cafes der Anziehungspunkt. Auch der Basar hat seinen Charme, besonders die Kleintierabteilung.
Leider wird die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verschärft wird auf: sofort ausreisen. Das ist uns dann doch zu heikel und wir beschließen, schnell an die irakische Grenze zu fahren. Unsere bisherigen Schweizer Reisegefährten bleiben noch zusammen mit einigen anderen Fahrzeugen und dafür bekommen wir neue Begleiter.

Schnell nach Kuwait

Zusammen mit Ellen und Basti mit einem Vario und dem Münchner Felix mit einem Landy machen wir uns auf den 1000km langen Weg zur irakischen Grenze. Nach drei anstrengenden Fahrtagen sind wir dort. Der Grenzübertritt in den Irak nimmt den ganzen Tag in Anspruch und kostet ca. 300$ für Visa, Fahrzeugpapiere, Versicherung etc. Nach einer unruhigen Nacht auf einem Parkplatz direkt an der Grenze geht es durch das quirlige Basra und weiter an die kuwaitische Grenze. Die irakische Seite ist etwas zäh, kann aber ohne weitere Kosten in 3 Stunden passiert werden. Die Kuwaitis sind zwar sehr nett, aber total unfähig. Da wir 5 Fahrzeuge sind, dauert alles deutlich länger, so ist es doch schon wieder später Nachmittag als wir aus der Grenze rausfahren und uns kurz dahinter in die Wüste stellen können.

Etappe

(Route, Länder, Fakten)

»Persien und Arabien

Artikel

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Der Aufenthalt im Iran war schön, aber leider nur kurz. Eine Reisewarnung des auswärtigen Amtes lässt uns vorzeitig ausreisen.

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Wir erholen uns in Kuwait, bevor wir durch Saudi Arabien in die Emirate fahren.